Der aktuelle Gewinner des Monats:

Glück gehabt. Und Daytonas.

ROAD TRAVEL GTX Teil 1 - Freitagnachmittag: Spanische Seite der Pyrenäen kurz vor dem Atlantik im Jahr 2014. Eigentlich wollte ich nur anhalten, aber der Boden, auf den ich meinen Fuß setzte, bestand aus Tennisball großen Steinen. Die BMW rutsche mir weg und ich legte mich auf die Seite. Den linken Fuß bekam ich nicht mehr unter dem Koffer weg und es tat höllisch weh. Die Freunde kamen schnell zu Hilfe und bald schon konnten die 45 KM zur Unterkunft in der Nähe von Biarritz abgespult werden. Schalten war schon etwas schwierig.  Samstag:  Maschinen verladen und 1700 KM Heimfahrt im Bulli. Ein paar Schmerztabletten und ein vergessener Pilgerstock machten die Fahrt erträglich. Sonntagmorgen: Wir sind wieder zu Hause. Frau und Sohn erwarten mich mit ein paar Krücken. Eine Tasse Kaffee und ab zum Krankenhaus nach Lemgo. Das Sprunggelenk war gebrochen. Einweisung mit vielen Vorwürfen wegen der verzögerten Behandlung. Irgendetwas mit „Kompartmentsyndrom“ und „noch mal Glück gehabt“ lassen einen nachdenklich werden. Mittwoch: Die Schwellungen sind zurückgegangen und das Bein wird eingegipst. Der gute Mann mit dem Gips fragt: „Na, Daytona-Stiefel?“. Auf Nachfrage erzählt er, dass er selber Motorradfahrer sei und schon so viele Beine eingegipst habe, dass er die Schutzausrüstung dem Verletzungsmuster zuordnen kann und ich viel Glück gehabt habe. Alles wird gut. Teil 2 -    Montagabend, 17:45 Uhr: Wir sind bei Freunden zum Grillen eingeladen. Dunkle Wolken ziehen auf und es fängt ganz plötzlich an zu regnen. Der kleine Bach neben unserem Haus steigt bedenklich an. Grillen absagen, eine alte Motorradhose, die wasserdichte Jacke und die erprobten Daytona Motorradstiefel an. Ab nach draußen und retten, was zu retten ist. Es hat alles nichts genutzt. Das Wasser kam über die Hoftür und über die Haustür ins Haus. Die Böden kaputt, die Wände feucht, der Garten hinüber. Der Schaden konnte in „Grenzen“ (fünfstellig) gehalten werden, weil die Familie und viele tolle Nachbarn geholfen haben. Die Motorradstiefel waren natürlich vollgelaufen und mit feinem Lehm verklebt. Nach einer gründlichen Reinigung funktionieren sie wieder. Alles wieder gut. Teil 3 -    Winter 2020/21: Ich werde die Stiefel zur Reparatur schicken. Mittlerweile können sie etwas mehr Profil gebrauchen und so ganz dicht sind sie auch nicht mehr, aber wer ist das schon. Das war ist meine Stiefelgeschichte. Gruß an alle Eckhard Scholtissek